Folge 1: Als alles noch eine Idee war
Shownotes
Gesprächspartner: Lutz Hesse & Christian Andresen
Teil der Podcastreihe: 25 Jahre FACIL – 2 Sterne und ein Team
Mehr Informationen: https://facil.de/de/podcast/
Restaurant FACIL THE MANDALA Berlin https://www.facil.de
Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:20: Heute mit Luzesse und Christian Andresen, Geschäftsführer des Mandala-Hotels in der Potsdamer Straße Drei.
00:00:28: Dort finden sie auch das Restaurant Fassil – niemand kennt das Haus so lange Das Facil war damals, vor jetzt mehr als einem Vierteljahrhundert, kaum mehr als die Idee eines Restaurants.
00:00:44: Und das Gebäude, dass später das Hotel Mandala wurde – das war kaum mehr ein Rohbau!
00:00:50: Im Gespräch mit Rainer Feidt erzählt Lutz Hesse wie sie das erste Mal auf den Rohbau aufmerksam wurden.
00:00:58: Wir haben in dem Jahr nineteenhundertzehnundneunzig – damals hießen wir noch Madison – in der Fürdelsstraße des Ersterhauses eröffnet Und das ist
00:01:08: mit
00:01:09: viel Servicegedanke in der Presse sehr intensiv verfolgt worden.
00:01:15: Da kamen da zumal Mercedes-Benz auf uns zu und hat uns angesprochen, fragt ob wir nicht das gleiche Konzept wie eine Friedrichstraße in Potsdamer Platz umsetzen können?
00:01:29: Body House!
00:01:32: Longstay-Ling.
00:01:33: Und das war natürlich eine große Möglichkeit, die Zeit, siebenneinzig war dann ja nicht mehr so prickelnd.
00:01:42: Ja es gab.
00:01:43: wir sind sicherlich nicht die ersten gewesen, die Mercedes angefuckt hatte und wir hatten da gesagt meine Güter ist doch die Chance aus Lebens... Wir machen das!
00:01:57: Die Zugänglichkeiten waren beschränkt am Haar Gebäude, weil unten drunter der Cinemax hat sich den ganzen Bereich schon weggenommen, weil sie die ersten Mieter waren.
00:02:08: So kam das und damals das Sony Center wurde erst zwei Jahre später öffnet.
00:02:14: Die Straße war noch gar nicht fertig nur unsere Zugfahrtstraße war fertig.
00:02:20: also es waren schon wilde Zeiten, und so ist das Ganze dann entstanden.
00:02:24: Und wir konnten ein wunderbares Haus mit einen Hundertneunensechzig Apartments eröffnen... ...und dann kam es Schritt für Schritt!
00:02:34: Also zwar eine Baustelle?
00:02:36: Ich habe das ja weit aus einer ganz anderen Perspektive erlebt.
00:02:38: Ich hab nämlich damals in Hessen und ich haben uns im Middleston Hamburg kennengelernt wie servier am Schreibtisch der für Marketing, ich für Controlling Und dann ist er sehr mit Herrn Seatiger ehemals nach Berlin gegangen, hat das Haus in der Drittestaße eröffnet.
00:02:51: Wir haben uns weiter unterhalten und haben telefoniert.
00:02:54: Eines Abends rief er mir an und sagte, du stell dir vor, es gibt eine Möglichkeit am Potszimmerplatz ein Haus zu betreiben, wo ich gedacht habe damals, das ist ja großartig!
00:03:04: Das ist auch eine ganz tolle Location
00:03:07: Hat sich
00:03:07: auch geändert.
00:03:09: Aber Berlin war ja im Aufwind, wie er gesagt hat wir haben hier im Umkreis von vier Kilometern eigentlich mit unseren eigenen Augen achtzig Prozent aller Dinge die heute neu gebaut sind und sehen wie sie entstanden sind.
00:03:21: das darf man nicht vergessen.
00:03:21: die letzten umundzwanzig Jahre waren schon geballt aufregend, auch wenn momentan sicherlich die Zeiten ein bisschen andere werden in Berlin.
00:03:31: Aber man hat das alles mitbekommen und ich habe damals zu Lutz gesagt mir nicht dass es eine tolle Möglichkeit er hat es weiter abgewogen auch den ehemaligen Gesellschaften von der Hans-Eartiger, die ja eigentlich gar keine Hotels mieten wollten sondern ganz andere Dinge in Berlin tun wollen.
00:03:46: aber nun ist dann ist es passiert und wir sitzen heute hier Der Entscheidung recht, das ist das Richtige.
00:03:53: Aber wie eben erwähnt worden ist, das Gebäude war ja schon in der Kubatur bestimmt.
00:03:59: Das heißt wir mussten mit Schwierigkeiten umgehen die für uns keine Schwierigkeit waren weil es eher Chancen waren.
00:04:07: ganz viele unterschiedliche Grundrisse in den Apartments eine kleine Lobby, die man Menschen aus oftmals auch erklären muss, viel Platz und Großzügigkeit oben.
00:04:17: So wird ein Hotel oder ist auch kein weiteres Hotel in Berlin entstanden?
00:04:20: Und es ist ja nicht selbstverständlich dass wir zwischen den ganzen großen Ketten dieser Welt auch weiter seit dem Jahr neunundneunzig die wir hier eröffnet haben bestehen.
00:04:30: Ja wenn man das Haus nicht kennt beziehungsweise der Umstände nicht kennt fragt man sich schon wie das eigentlich so ist.
00:04:38: Man geht unten in den Fahrstuhl Dann geht es aber erst auch bei fünf ist dann quasi kann ich wieder raus.
00:04:45: und dann fragt man sich was jetzt eigentlich dazwischen.
00:04:47: Sie haben's schon angedeutet, wenn man im Restaurant ist im Facil setzt man quasi auf dem Kino
00:04:54: ganz genau auf den Kino Und das Haus muss man eigentlich entdecken.
00:04:59: Also es ist jetzt nicht so, dass man wenn man sonst in ein Hotel eintritt dann hat man eine große Lobby.
00:05:07: Man hat eine Bar angegliedet im Restaurant und vielleicht dahinter noch die Konferenzbäume.
00:05:13: das ist hier über die Etagen hinweg also im ersten Stockwerk Carme des Cue Restaurantbar und dann zwischen Stockberg eins und fünf sind die Büros von Filmverspielen, Cinemax Da hinten auch noch das Cinemax selbst und wir kommen dann erst ab dem fünften Stockwerk hoch.
00:05:33: Und da ist denn das Facil entstanden, ja.
00:05:38: Ja, wenn ich das ergänzend darf Glück dass wir diese Gubertur haben,
00:05:41: d.h.,
00:05:41: wenn das Tino nicht drunter wäre hätten wir auch nicht so eine dicke Decke im Innenhof gehabt weil dieser Traklast für das Facile etwas nachträglich gebaut worden.
00:05:48: es musste auch erstmal da sein und weil sie da war hatten wir überhaupt die Chance im Nachhinein in den Dachgarten dieses Restaurant zu setzen.
00:05:57: Das bringt sich nach einem langsamen Prozess, wie dieses Haus wurde was heute ist.
00:06:03: Wie sie sagt man kam ja nicht rein und weiß aha das ist die Lobby.
00:06:06: das wird wahrscheinlich auch noch manche Leute verwundern wie diese Angangssituation sich darstellt und dann erfährt man wie es funktioniert.
00:06:17: aber ich finde das so irre mutig dass man dann sagt okay dieser Herausforderungen Die nehmen wir dann an und machen hier ein Hotel unten Astero.
00:06:28: Wir waren halt ein klassisches Start-up zur damaligen Zeit, wie man das heute so sagt.
00:06:33: Und es ist einfach konsequent kontinuierlich weiterentwickelt worden.
00:06:37: Das hört sich einfach so einfach an aber die Geschichte muss eigentlich erzählt werden weil es ist schon ganz spannend auch für uns beide gewesen.
00:06:46: Erzählen Sie!
00:06:48: Naja, von der Konzeption als wie immer mit allem im Leben vor Nachteile.
00:06:53: Im ersten Stockwerk ist ja eine Mischung aus Restaurant und Bar und schon weil es so zwischendlich ist kann man dafür auch als Bar eine laute Musik hören und niemand stört sich dabei.
00:07:05: wenn das jetzt in der Lobby wäre dann könnte man das gar nicht so klar ausspielen.
00:07:11: Dieses Restaurant Fassil, dann im fünften Stockwerk.
00:07:14: Das ist ja auch für sich und die Menschen nehmen das ja... ...die jetzt hier Gäste sind als eigenständiges Restaurant an und nicht als Bestandteil des Hotels was ja auch absichtlich so eingeführt wurde, ja.
00:07:31: Weil es heißt halt heute noch ein Hotel kann eigentlich kein gutes Restaurant haben.
00:07:39: Das hatte auch wie ist ein Hotel organisiert?
00:07:43: Ein Hotel ist sehr strafforganisiert, ja herrarchisch eine Rezeption Housekeeping.
00:07:51: das muss eine ganz klare Struktur haben.
00:07:53: Und die Küche, die Gastronomie ist eher so ein bisschen Improvisierung, kreativ.
00:08:01: Ein bisschen chaotisch und deshalb weiß sich das auch.
00:08:07: Deshalb gibt es selten sehr gute Restaurants in Hotels.
00:08:13: noch unter einem Dach geführt.
00:08:15: Es gibt ja jetzt heute Konzepte, wo man sagt wir haben hier einen separaten Bereich da kann denn Koch X Y sich separat anmieten und da haben wir dann nichts damit zu tun.
00:08:27: aber bei uns ist es so dass das Facilier unter dem dach des Mandelaer ist auch gut so ist.
00:08:33: Aber es gibt ganz kleine Dinge die wir eben schon auch anders gemacht haben Die wichtig sind wo die Mitarbeiter ausgefühl haben sie sind separat
00:08:44: Auf Fasil, diesen Kosmos im Universum Mandala kommen wir gleich nochmal wieder zurück noch ein bisschen zum Hotel.
00:08:52: War das dann ein Rohbau als sie es übernommen haben?
00:08:54: und dann musste irgendwie da ein bisschen die Möbel her?
00:08:58: Dann muss welche Wände, welche Farben, welche Wie und welche Wasen... wie lief dieser Prozess zu den beiden?
00:09:05: Ja, Rohbau!
00:09:06: Rohbau.
00:09:07: haben wir es angeteilt, Boden bekommen.
00:09:08: Und dann haben wir einen Innenarchitekten ausgesucht und haben mit ihm das alles entwickelt.
00:09:13: Es war ja als Seniorenresidenz geplant.
00:09:16: Also sehr einfache Grundrisse und dann haben wir das unkonzerpiert, und alles geändert.
00:09:23: Konnten Sie denn auch die Grundrisze ändern?
00:09:25: Nee wahrscheinlich nicht.
00:09:26: Doch doch!
00:09:26: Die Grundrisen wurden vollständig geändert, also es ist...die einzige Bedingung war nichts an der Fassade zu ändern unter Statik.
00:09:33: Aber die Grundrisse wurden komplett verändert.
00:09:36: Das ist alles anders.
00:09:38: Das ist völlig anders gewesen.
00:09:41: Aber es sind unterschiedliche Größen, was die Zimmer angeht?
00:09:44: Achtundzwanzig verschiedene Layouts haben wir.
00:09:47: Also normalerweise ein Hotel mit Hundertneunfünfzig Zimmer geplant wird's in Hundertfünfzig Standardzimmer.
00:09:52: Eben!
00:09:53: Ein Layout und dann hat man noch ein paar wenige Sweden.
00:09:55: Wir haben achtundzwantig verschiedene Grundrösserasse.
00:10:00: Sehr spannend ist für den Gast.
00:10:01: Es ist ja der Stadik wahrscheinlich trotzdem geschuldet weil ich war damals da noch nicht im Board Doch, ich kam gerade.
00:10:12: Und der kreative Prozess war natürlich sehr spannend.
00:10:15: aber wie Sie sagen, weil es gibt natürlich Vorgaben dass man sich dann in dieser Statik bewegen muss und deswegen wären für eine Hotelkette das auch nicht möglich gewesen bis zu Paaren, weil achtundzwanzig verschiedene Zimmer oder siebenundzwzig verschiedene Grundrisse müssen ja erst mal betreiben hinterher.
00:10:30: Das heißt wir haben aber dadurch auch sehr viel Vorteile gewonnen.
00:10:35: Also Hotelketten wollen ja diese anstandrisiert haben.
00:10:39: Und das ist deshalb für die nicht so interessant gewesen, ja?
00:10:43: Die Flächen pro Zimmergröße sind auch viel zu groß.
00:10:47: Das ist eine Herausforderung, die wir auch haben, wenn das kleinste Zimmer als Vierzig Quadratmeter und fast hundert Zimmer mehr haben, fünffünfzig Quadrate Meter mehr.
00:11:00: Dafür kriegen sie den Preis von sagen
00:11:02: mal drei
00:11:02: Hundert Euro!
00:11:04: was jetzt schon nicht wenig Geld ist.
00:11:07: Aber wenn Sie das auf zum Quadratmeter runterrechnen, ja?
00:11:11: Ist es natürlich nicht so profitabel wie jetzt diese Motel-Vanze
00:11:17: etc.,
00:11:17: also wenn sie das auf den Quadratmetern, dann ist das viel profitabler!
00:11:21: Jetzt fragen Sie ja, wie können Sie denn auch überleben?
00:11:23: Weil wir einfache Strukturen, dass sich hierlich auch reingrund bis halt die keinen Hoteldirektor haben und noch alles selbst machen müssen Gibt die Kosten einfach nicht hierher?
00:11:35: Ja,
00:11:36: drei Prozesse sind nötig in diesem Haus.
00:11:39: Aber wir haben ja auch den Vorteil weit wenn sie sich um die Gäste kümmern bevor Sie kommen.
00:11:44: das heißt sie überlegen sich was haben die für Vorlieben?
00:11:46: was könnte einem Architekten gefallen?
00:11:48: was könnte einen Künstler gefallen?
00:11:50: Wir haben eigentlich nur schöne Seiten der Innenhof ist wahnsinnig ruhig!
00:11:54: Wir haben tollen Blickachse zur Philharmonie Wir haben eine tolle Blickachser auf den Kollaufdauer und zum Portz-Zimmerplatz.
00:12:01: Das heißt, Sie können sich im Vorwieg schon überlegen was würde dem Gast denn gefallen.
00:12:05: Und dass ein Gast eine anständige Fläche auf der er sich ausbreiten kann gefällt, versteht sich ja von selbst.
00:12:11: Ein Bediener so designt ist das er alles findet an den Platz wo er es gerne hätte dann ist das natürlich einen Garant für dieses Erfolgskonzept was wir erfahren.
00:12:19: aber wie er jetzt sagt die Kosten müssen sehr gut im Griff behalten werden und deswegen ist es wichtig dass wir unsere Prozesse extrem lean fahren immer wieder überprüfen und das über Jahrzehnte weil wir natürlich nicht über den Überbau von einer Hotellkette verfügen können.
00:12:35: Wir müssen alles was eine Hotellkette normalerweise vorfertigt, ob es jetzt Qualitätenprozesse sind, ob ein Einkaufsthematik ist zum Beispiel oder auch einen Controlling-Backoffice.
00:12:45: Das muss ja alles aufgebaut sein und zwar in einer Professionalität der Größe dieses Hauses – wir müssen das andere Haus an der Friedrichstraße ja auch noch mitverweiten – dass es funktioniert.
00:12:55: Wie viele Mitarbeiter haben Sie im Hotel?
00:12:58: Wenn man reinkommt... Es sind immer Leute zu sehen, in vielen Häusern stehst du rum und kommt vielleicht auch mal jemand hier nicht.
00:13:07: Sehr gut, das ist natürlich der kleinen Fläche vielleicht auch geschuldet.
00:13:12: Wo wenn dann da drei Personen stehen
00:13:14: oder... Oder der Organisation?
00:13:15: Ja, dann erscheint es viel.
00:13:18: Das ist eben aus einem Nachteil ein Vorteil machen.
00:13:22: Wenn wir präsent sind, dann wirkt das nach vielen Menschen und wenn die noch freundlich lachen, dann wird das unglaublich positiv hier.
00:13:30: Ich denke vielleicht nochmal eine Sache was wir vom Hoteloperativen anders gemacht haben Zum Beispiel die Bereichsleiter, also die jetzt zum Beispiel bekommen ja nachher auch das es so ungewöhnlich ist dass Menschen so lange bei uns sind.
00:13:45: Die Bereichsleite,
00:13:46: d.h.,
00:13:46: wenn jemand verantwortlich ist fürs Facil in der Küche oder im Service oder auf dem Spa, die müssen ihre Mitarbeiter selbst einstellen.
00:13:57: Also d. h. des Rekoting machen sie selbst.
00:14:02: Probezeitgespräche selbst.
00:14:03: Sie führen auch die Jahresgespräche selbst, das heißt sie müssen sich ganz anders mit den Menschen auseinandersetzen.
00:14:11: in mittleren oder größeren Häusern gibt es dafür wie man so klassisch sagt eine Personalabteilung oder Human Resources ist jetzt neuer moderner Und wenn man dann auch ein Problem hat zwischen Menschenlicht, dann schickt man die in diesen Bereich und sagt klär das mal.
00:14:27: Das gibt es bei uns eben nicht!
00:14:29: Und das ist, glaube ich, auch einer der Schlüsselfunktionen wo wir unseren Bereichsleitern wirklich lange gecoached haben gesagt, ihr müsst euch mit euren Mitarbeitern auseinandersetzen.
00:14:43: Das heißt, es ist auch eine bewusste Entscheidung.
00:14:48: Das merken wir immer wieder wenn Menschen kommen die noch nicht bei uns waren.
00:14:51: Der Umgewöhnungsprozess dauert dann doch schon einen kleinen Augenblick weil sie natürlich eine ganz andere Struktur hier finden und was aber auch gut für uns ist, weil wir das natürlich auch im Vorstellungsgespräch entsprechend auch lagen wie es bei uns ist.
00:15:06: und das ist eine bewustere Entscheidung da.
00:15:08: Es ist eben anders!
00:15:10: Ich muss auch meine Zahlen im Griff haben und gucken, dass wenn ich was ausgebe.
00:15:14: Dass ich weiß wo im Budget, falls es nicht drin ist, sich etwas anderes streichen kann.
00:15:18: Also ich muss mich ganz anders mit meinem Bereich auseinandersetzen.
00:15:21: Und mit meinen Mitarbeitern wie gesagt.
00:15:24: Das ist eben ein Thema... Wenn ich mich mit den Mitarbeiteren ganz intensiv auseinander setze dann werden die ja auch eine ganz andere Qualität haben, wenn ich sie ausgesucht habe weil ich will mich nicht über sie ärgern.
00:15:35: gerne immer zusammenarbeiten und es müssen Menschen sein, die den Dienstleistungsgehen haben.
00:15:40: Und dann ist der Gast natürlich auch ganz anders
00:15:42: angesprochen.".
00:15:43: Wir haben beide
00:15:47: ein bisschen unterschiedliche Formen, aber eine klassische Ausbildung gemacht.
00:15:52: Also ich habe jetzt die Hotelverschuhe besucht und dann habe ich während der Hotelschuhe eine Praktik gemacht und bin dann in fest eingestelltes Ställe nach der Hotelverschuhe.
00:16:04: Ich meinte jetzt eher konkret hier im Hotel.
00:16:08: Wie Sie diese Prozesse handhaben?
00:16:10: Die wie gerade beschrieben ja ein bisschen sehr... Anders sind als in vielen anderen Häusern.
00:16:17: Ist ja nicht nur der Größe des Hauses geschuldet, sondern ich denke das ist hier ein bewusster Überlegung warum es so läuft und nicht Personalabteilung und und und.
00:16:30: Es geht ja vielleicht auch erst mal darum zu sagen wir sind überhaupt zusammengekommen weil wir haben uns ja in Hamburg kennengelernt Und ich habe sich Lutzgang gelernt hab gesehen da ist jemand dem macht Marketing Der meint aber welchen kerne Gast und allen was er tut.
00:16:43: Und mich hat er gesehen und gesagt, da können wir sich umzahlen.
00:16:46: Der meint aber auch konkret den Gast im Zentrum von dem was er tut.
00:16:49: Das heißt, wir haben erst mal den kleinsten gemeinsamen Nenner für uns gefunden.
00:16:52: Eigentlich nicht überraschend, aber trotzdem.
00:16:55: in der Hotellerie ist sicherlich sehr sinnvoll dass man sagt, der Gast geht im Mittelpunkt des Handelns... ...und dann geht es ja darum, dass man alles was man baut, darum baut weil das die eigene Überzeugung ist.
00:17:04: Dass man Dinge eben anders macht und vielleicht auch mal umdreht.
00:17:07: unser Wie kann denn der Gast damit glücklich werden?
00:17:10: Und natürlich erstmal der Mitarbeiter im Prozess damit es nicht zu kompliziert wird, damit er nicht irgendwelche Listen ausfüllen muss und was es darum geht.
00:17:17: Ich habe Zeit mich auf den Gast zu konzentrieren.
00:17:20: das ist ja eigentlich ein wichtiges Esset was heute immer weiter schwindelt weil die Wut an Dokumenten überall zunehmend leider Und natürlich eine Automatisierung Alles gut in dem Moment wo es den Gast nicht betrifft wenn ich in dem moment wenn ich ihm ein gutes Gefühl bereite
00:17:38: darf ich nochmal fragen wie viele Leute?
00:17:40: sie haben
00:17:41: Aber nicht beantwortet.
00:17:42: Hundertzwanzig mit auszubildenden und wir sursen die Hauskeeping-Teilung nicht aus, das heißt alle unsere Zimmerfrauen und zu Hause Männer sind bei uns fest eingestellt.
00:17:55: Das ist auch zum Beispiel eine ganz wesentliche Thematik.
00:17:59: Meine meisten Hotels haben alles outgesourced Haus, Executive Housekeeper der für den Bereich verantwortlich ist und macht ja nur noch die Zuteilung.
00:18:14: Eine der anspruchsvollsten Bereiche.
00:18:17: was gerade das Thema Personalführungen angeht.
00:18:21: Weil unterschiedlichen Nationalitäten, unterschiedliche Befindlichkeiten braucht man also ganz feine Attenten extrem harte Arbeit.
00:18:34: Wenn
00:18:35: Sie da abends nach Hause gehen, nach acht Stunden dann wissen sie was die getan haben und das auch immer noch schön ausbalancieren ja Freitage wünsche all das zu berücksichtigen Das ist eine große große Leistung wenn man das hinbekommt.
00:18:52: Und wir haben ja dem Gast gegenüber in dem Fall Die Verantwortung zum Thema Sauberkeit und wir sagen eben Ganz bewusst ist es nicht nur die Sauberkeit, sondern auch die Hygiene.
00:19:02: Ich begrüße jemanden in einem Zimmer, wo er direkt mit Dingen, Bettwäsche, Matratzen, was irgendwo bei den Berührungen kommt und das muss natürlich erstmal gut ausgesucht sein und es muss auch gut gepflegt sein.
00:19:13: Das kriegt man natürlich nur hin mit Menschen, die hier jeden Tag kommen, die motiviert sind und sagen okay erst mal habe ich Instrumente zu sagen hier ist etwas kaputt da ist etwas nicht in Ordnung.
00:19:23: aber ich muss ja auch den Willen haben das zu tun.
00:19:25: Es ist viel einfacher das nicht zu tun mich drumzukümmern um Dinge, die vielleicht noch over the top sind.
00:19:32: Und das gelingt eben in dem Fall wenn die Menschen eine Bindung haben.
00:19:37: und ich wollte nur sagen, hundertzwanzig sind wir in beiden Häuser zusammen.
00:19:41: also hier sind wir zwischen neunzig und fünfundneinzig fest angestellten Mitarbeiter.
00:19:48: Wenn Sie mit anderen Hoteldirektoren sage ich jetzt mal sprechen uns sie erklären dass wie es im Mandala läuft Halten die sie eigentlich für ein bisschen verrückt, dass die Housekeeping alles hier ist?
00:20:04: Nein es ist natürlich eine andere Voraussetzung abweich.
00:20:07: Weil wir dürfen nicht vergessen nachdem wir damals den Gesellschaften verloren hatten und zu Beginn als wir dieses Haus eröffneten da war ja der Hauptgesellschafter die hat sehr Artikel das waren Immobilienunternehmen Und dann gingen in die Insolvenz Dann haben wir es so nicht sozusagen Management Bayard Das heißt, wir haben die Anteile der Gesellschaften damals übernommen.
00:20:30: Sind das Risiko eingegangen?
00:20:32: Wohlwissend dass wir haften mit allem was wir haben immer.
00:20:35: aber jetzt ist es eben auch so.
00:20:36: wie sehen sie aus der Sicht des gesellschaftes und nicht nur ich will das nicht klein machen als Geschäftsführer.
00:20:43: Wir haben eine ganz andere Sichtweise auf die Dinger und wir gehen ganz anders darauf ein weil wir natürlich die Zahlen bis zum Schluss kennen Und auch eine ganz klare Vorstellung davon haben, wie soll sich das Unternehmen in Qualität, in Sachen Mitarbeiter und auch an Sachen Finanzen entwickeln.
00:20:59: Weil wir alles in unseren Händen haben – ich sage mal zum Spaß zu Lutz!
00:21:02: Wir haben drei GmbHs und sitzen dann immer, wenn man am Tisch sitzt, zu zwölf.
00:21:08: Geschäftsführer und zwei Gesellschaften für jede GmbH, also vier mal drei sind zwölf.
00:21:12: Und diese ganzen einzelne Dinge die wir berücksichtigen müssen und auch einzelne Interessen die wir abwägen müssen untereinander das dürfen wir nie vermischen.
00:21:21: jedenfalls versuchen wir dass.
00:21:23: es gibt natürlich ein ganz anderes Feeling für das Unternehmen muss man eben verstehen.
00:21:28: deswegen vielleicht sagt der eine oder andere ist bisschen viel Arbeit oder warum macht ihr das so?
00:21:33: Man muss ja die Rollen auch sehen die man da hat.
00:21:36: Also die anderen Hoteldirektoren, das sind ja oft... Wir sind sagen mal in dieser Größenordnung.
00:21:44: Wenn wir mal jetzt um uns gucken mit den großen Hotels, dass sind ja alles Riesenkästen doppelt so groß von der Zimmeranzahl und ich habe natürlich noch ganz andere Herausforderungen.
00:21:57: Die müssen an ihre zentrale Berichte diese dann Wahnsinnsdruck was Reporting angeht Und die sind nicht so interessiert, auch nicht weil sie jetzt kein Interesse haben.
00:22:11: Sondern die haben einfach andere Bedürfnisse zu fragen wie wir es operativ managen.
00:22:16: Es ist ja sich so mit der Interesse.
00:22:19: Also wenn man zum Beispiel sieht, wir bauen uns ein neues Raum-Elektroniksystem ein.
00:22:23: Da würde ihr einen Hoteldirektor von einem großen Kettel zur Unterstützung bekommen von einer technischen Abteilung zentral und die würden da durchgehen und sagen so machen wir das jetzt die Ausschreibung und die Bestellungen alles entsprechend organisieren.
00:22:36: Und bei uns ist es so, dass wir uns persönlich darum kümmern und die Systeme anschauen, woanders hinfahren, gucken uns das an, loten alles aus, schreiben das aus, sprechen mit den Eigentümer in der Häuser über.
00:22:48: die Häuser gehören uns ja nicht.
00:22:49: Die haben wir gepachtet und deswegen sind wir tiefer in diesen Dingen drin.
00:22:55: Was macht dieses neue Lichtkonzept?
00:22:57: Es ist eine gesamte Raumelektronik.
00:22:59: D.h.,
00:22:59: da geht es um Steuerung von Klima, Heizung oder Licht und wo sie natürlich dann auch wieder sehr gastorientiert sein können und sagen können so wie bewegt sich denn der Gast in unseren Zimmern?
00:23:10: Wie war's bis jetzt?
00:23:11: Das ist ja jetzt die Raumelektronika-Serve.
00:23:13: Jetzt ist es jetzig zwanzig, siebenundzwanzig Jahre alt und wenn wir was Neues finden das dauerhaft Bestand hat und noch verändert werden kann und an KI Bedürfnisse später angepasst werden kann usw.
00:23:24: Also offene Systeme.
00:23:26: Dann geht es hier darum, für den Gast zu spüren wie ist es.
00:23:30: Weil das ist ja schlimmer als wenn sie liegen im Bett drücken auf dem Knopf und dann passiert nicht das was ihr wollt oder Sie gehen irgendwo hin und sagen ah ich habe mir einen Fuß gestoßen.
00:23:37: Das ist aber unangenehm hier.
00:23:39: Ich hätte gerne noch diese Auswahlmöglichkeit Und da macht es uns wahnsinnig Spaß Wenn man heute gerade erst unterwegs ist und haben zum fünften Mal wahrscheinlich nochmal wieder überlegt können wir etwas noch besser machen?
00:23:51: Aber das macht es halt spaß.
00:23:52: Es ist nicht so dass das anstrengend wäre sondern Wofür machen wir es?
00:23:56: Für den, der uns am liebsten ist, nämlich der Gast.
00:23:58: Es geht einfach darum... Wenn man in ein Zimmer reingeht und das erste Licht schon mal angeht oder dass ich gerade
00:24:05: stecke,
00:24:06: dann stecke ich die Karte rein, da kommt ein Lichtszenario.
00:24:10: Dann fühle ich mich als Gast wohl, dritte ich da und da rein.
00:24:13: Ich habe unterschiedliche Möglichkeiten im Badezimmer Licht einzustellen.
00:24:18: Das ist schon einmal verändert worden.
00:24:20: Ich kann meine Lese-Lampe dem ich kann am Schluss am Masterschalte bei Bett anmachen, dann geht das gesamte Licht aus.
00:24:29: Wenn ich nachts auf die Toilette gehe, dann gehen nur so ein Schimmerlicht unter dem Bett und im Bad an.
00:24:36: Kleinigkeiten wenn ich die Fenster aufmache um Sommer gegen Klimaanlage aus.
00:24:44: Das sind so Standards, sie gab es vorher schon auch aber Dann erscheint's auf den Display Fenster Auf auch nochmals auf Englisch, wenn das Fenster auf ist dann geht die Klimaanlage aus.
00:24:58: Also immer für den visuellen Menschen oder für denen der Text eher liest.
00:25:03: also unterschiedliche Informationen und das haben wir auch beim Bitte nicht stören, da steht bitte nicht Stören und das Zeichen mit dem Mund bitte nicht.
00:25:14: Das Zeichen Mund und den Finger.
00:25:17: Das sind so Erfahrungen die wir jetzt gesammelt haben wollen.
00:25:21: Es gibt eben ganz unterschiedliche Menschentypen, es gibt den visuell und es gibt sagen wir mal derjenige, der eher was zu lesen hat versteht das?
00:25:31: Und da sind wir dann auch wirklich sehr tief rein und ich denke da haben wir auch
00:25:37: also
00:25:38: zumindest die Techniker, die so Systeme weltweit installieren haben.
00:25:42: eine so tief steigt eigentlich selten nur jemand ein wie ihr zwei.
00:25:46: Das ist ja schnell auch entschieden!
00:25:49: Allein zum Beispiel das Thema, was wir gesprochen haben soll es noch einen haptischen Knopf geben oder gibt's ein Touch-Panel wo man das machen kann.
00:25:57: Der moderne Mensch sagt Touchpanel natürlich ist verständlich knöpfisch und out.
00:26:01: aber dann versuchen sie mal mit einem cremverschmierten Finger Licht an oder auszumachen den Touchpanell.
00:26:06: Das können Sie natürlich gerade vergessen.
00:26:07: wenn sich nicht damit beschäftigen werden sie das nicht herausbekommen
00:26:12: weil es eigentlich jeder Handy benutze.
00:26:14: ja
00:26:15: ich kann sagen in Deutschland International Luxus-Hotelketten haben wir jetzt gerade erst Touch gemacht.
00:26:22: Ich sage jetzt nicht wo, eines der besten Häuser in Deutschland.
00:26:27: Und dann geht es natürlich auch noch den Umweltgedanken weiter zu und den Gedanken der Kosten zu minimieren.
00:26:32: Das heißt wenn ich weiß das Zimmer wird die nächsten drei Tage nicht benutzt und es gibt einen Checkout und da muss das mit dem System so verbunden werden dass die Heizung runtergeht, dass die Klimaanlage runtergeht.
00:26:41: Dass solche Dinge natürlich auch mit funktionieren.
00:26:43: Dann für das Housekeeping noch Dinge, Sie werden ja immer als Gast vergessen den roten Knopf auszumachen wenn sie aus dem Zimmer rausgehen.
00:26:50: Wenn sie in Eile sind.
00:26:51: Bitte nicht stören!
00:26:53: So dann sagt die Zimmerfrau, wenn sie bei EU ist, immer noch bitte nicht stört und reinigt das Zimmer.
00:26:56: Dann kommt der nächste Gast an, für den wir das Zimmer schon vorgesehen haben, dann gibt es Überschneidungen... Nein, das muss so sein, wenn Sie Auschecknummer fangen, muss das automatisch ausgehen?
00:27:04: Und dann muss automatisch bitte Zimmer sauber machen gehen.
00:27:07: also viele Kleinigkeiten auf die jeder kommen kann, wenn man drüber nachdenkt.
00:27:12: Aber es geht eben darum, sehr gastorientiert zu sein bei allem was man tut.
00:27:17: Und wenn man weiß dass das Zimmer wieder belegt ist?
00:27:19: Geht die Heizung wieder an?
00:27:22: Wenn sie eine Reservierung draufgelegt wird... Wir wissen morgen kommt ne Anreise auf dieses Zimmer.
00:27:27: Viele Hotels machen so... Die haben ja fünfzighundert-zwarhundert standardisierte Zimmer.
00:27:32: Die werden geputzt und der Gast kommt meistens das Zimmer was gerade jetzt fertig ist.
00:27:37: Weil wir aber im Vorabend schon festgelegt haben welcher Gast in welches Zimmer kommt Weil wir auch ganz viele Stammgäste haben.
00:27:43: Und weil wir uns für unsere Gäste interessieren und sagen, welches Zimmer könnte ihm denn am besten passen, kann man natürlich nicht wie ein wilder Hinterherumtausch.
00:27:50: Es ist dann eben auch so, dass man weiß, dass das Zimmer belegt wird.
00:27:53: Dann geht der Klimaanlage schon hoch oder die Heizung hoch in deiner entsprechenden Phase vorher damit es eben die nötige Klimatisierung im Zimmer hat für den Gast.
00:28:02: Was ist sein typischer Gast?
00:28:04: Welche Gästen haben sie im Mandala?
00:28:07: Was wollen die?
00:28:09: Was gefällt ihnen?
00:28:11: Also einen züglichen Gas-Gipfel.
00:28:14: Das war vor zwanzig, dreißig, vierzig Jahren vielleicht so... Aber das ist so vielfältig geworden!
00:28:20: Es gibt kein typische Gast mehr und das macht es auch sehr komplex für alle.
00:28:26: In welchen Gruppen haben wir unsere Hauptzielgruppe?
00:28:30: Unsere meisten Gäste kommen aus Deutschland nach hier vor.
00:28:32: Die Zweitmeisten sind aus USA dann Großbritannien Spanien, Italien, Frankreich und Schweiz.
00:28:39: Das steckt etwa bei ca.
00:28:41: in den Ebenen bis in den Neunzehnten.
00:28:42: Und dann gibt es noch zehn Prozent unter natürlich andere Länder.
00:28:47: Das ist jetzt mal nach Nationalitäten.
00:28:49: Das gibt es natürlich auch, denn man kann nicht sagen das ist der Deutsche oder das sind die Amerikaner.
00:28:55: Auch wenn der Amerikanern aus New York kommt, ist er ganz anders als LA und das wissen wir alle ja.
00:29:03: Und das ist beim Deutschen genauso vom Schweizer auch, wenn er aus West-Schweizer oder den Ostschweizer ist.
00:29:08: Ganz eine andere Metallität.
00:29:11: Und dann teilt man wieder auf, ist es ein Künstler oder ist das ein Businessman?
00:29:17: Das sind ja auch wieder ganz unterschiedliche Handhabungen.
00:29:21: Ist es ein Popmusiker oder ist es einen Pianist?
00:29:25: Ja, das sind auch noch mal ganz andere Bedürfnisse.
00:29:28: Also von dem her macht schon sehr, sehr auffällig und sehr interessant auch.
00:29:32: Ich
00:29:32: habe mir gerade erzählt jetzt mit diesem Neu-Einbau der Elektroniken wurde sonst sehr viel verändert.
00:29:42: Es fällt ja auf, ich kenne das Haus auch schon seit ein paar Tagen.
00:29:45: Das sieht immer aus wie gestern eröffnet aber es sieht schon die ganze Zeit so schön aus.
00:29:53: Also das altert nicht!
00:29:55: Ja, dass ist unsere Philosophie.
00:29:59: Treck zieht Treck an also halt sauber dann getraut sich auch niemand irgendwas fallen zu lassen.
00:30:05: Das wünschte ich mir auch mehr für Berlin.
00:30:08: Das ist so.
00:30:10: Wenn der Stadt sauber ist, dann lasse ich auch nichts fallen.
00:30:13: Ja das ist eine ganz einfache Sache und so ist es auch im Hotelzimmer.
00:30:17: wenn mir das Tip Top aussieht, dann gehe ich damit auch respektvoller um.
00:30:21: Und bei den Beschädigungen ist genau das gleiche.
00:30:24: Das hat Herrn Resen und ich gleich gesagt, wir diskutieren nicht gibt's da jetzt ein Wanfleck oder nicht?
00:30:30: Man muss sauber sein!
00:30:31: Gibt´s einen Teppich?
00:30:32: die Teppi sind ja extra alle.
00:30:35: Das ist eine helle beige Farbe ausgesucht worden, so sandgraubäsch.
00:30:40: Damit wenn ein Fleck ist dass das gesehen wird und dann wird sauber gemacht.
00:30:45: Das ist für den Gast wichtig es vertrauen Und es ist denn auch Wenn man das dann miteinander vereinbart und sagt immer Null Toleranz.
00:30:57: Es muss aber immer perfekt aussehen.
00:31:00: der Gast bezahlt in Menge Geld dafür.
00:31:03: Ist das eine klare Vereinbarung?
00:31:05: Und man muss da nicht diskutieren.
00:31:07: Das ist unser Anspruch, den wir allen Mitarbeitern so weitergegeben haben und dann muss man natürlich das Haus lieben und verstehen lernen.
00:31:19: Wir würden gerne manchmal ein bisschen moderner werden aber es geht nicht, weil dann sieht das was eingebaut ist wieder alt aus.
00:31:26: also das ist die Gratwanderung.
00:31:29: Die kann man mit Farben gut lösen, ja?
00:31:31: Mit Stoffen und Materialität in dieser Form.
00:31:35: Es ist zeitlos gebaut worden oder geplant worden – das macht viel aus!
00:31:39: Und dann geht es aber jetzt eben darum auch ein Produkt immer wieder zu verändern.
00:31:44: Das Einzige, was eigentlich fast nicht fasziv ist vom ersten Moment da gibt's nur eine Veränderung Die sechs Säulen werden in den Wintermonaten mit schwarzen Farben vorhängen.
00:31:57: Die weißen Säule umrannt, weil wir da ein bisschen Wärme erzeugen wollen und im Frühjahr Sommer sind es weiße Farben.
00:32:08: Dieses Gefühl braucht man für jedes Haus und das nennt man dann eben Seele.
00:32:13: Man muss es nach den Jahreszeiten verändern Und das geht halt nicht.
00:32:18: Das ist ja der Vorteil von einem privat geführten Unternehmen, wenn sie damit leben, wenn Sie es schätzen und lieben.
00:32:24: Ich bin da nicht als Fremder für drei, vier Jahre und weiß ich bin wieder weg.
00:32:31: Wir lieben das Haus, wir entwickeln es auch persönlich – und das spürt man!
00:32:37: Diese Seele sind in Räumen gegeben.
00:32:42: Das
00:32:43: ist ja sonst auch so.
00:32:45: Wie gesagt, das kommt vielleicht in bestimmten Abständen ins Direktor der möchte sieht Dinge, möchte Dinge neu machen aber es geht ja darum ein Haus wie sie sagen altern zu lassen trotzdem trotzdem immer auf einem gewissen Stand zu halten dass man als Gast gar nicht merkt und da müssen Sie schon sehr genau nachdenken weil wenn sie Dinge nachrüsten können sie das nur auf die eine Art und Weise machen dass sie sehen dass es nachgerüstet ist oder sie machen intelligent und sehen keine Beschädigung irgendwas, was irgendwo rausgeschnitten, irgendwo draufgeklebt oder wie auch immer gemacht wird.
00:33:16: Da geben wir uns jetzt sehr viel Mühe und das gibt dann hinterher dem Gast auch das Gefühl dass er in einem Haus ist, was eben auf der Höhe der Zeit ist.
00:33:24: Und es gibt den Mitarbeitern natürlich auch ein Gefühl weil Es ist ja nicht so, dass der Verschleiß nur durch gesteht Denn entsteht natürlich auch maßgeblich an viele Orten auch Durch Mitarbeiter und je besser ein haus gepflegt ist desto weniger entsteht Natürlich auch durch die Mitarbeiter weil sie sich auch
00:33:41: Die Identifikation ist auch normal.
00:33:43: Das ist vor allem im Housekeeping-Bereich, also die Mitarbeiter, die fest angestellt sind, gehen ja mit dem Haus ganz anders um als wenn ich hier als Fremdfirma arbeite.
00:34:00: Auch so ein Thema, das haben wir nicht mit Fremddfirmen arbeiten würden.
00:34:05: Das ist die Identifikation mit dem Unternehmen, das ist was anderes.
00:34:11: Und Sie sehen glaube ich kein Haus in der Güte, was nach der Anzahl an Jahren nicht schon einmal einen komplett rausriss an Möbeln oder Wegschmeißen erlebt hat.
00:34:21: und das finden wir persönlich weil wir mit Stoffen, mit Farben, mit Polstern und so weiter arbeiten.
00:34:28: aufpolstern um den alten Möbel Entschluss zu halten und auch modern zu halten ist ja auch eine sehr nachhaltige Art, damit umzugehen.
00:34:37: Und wahrscheinlich eine Kostenintensivere als alles rausschmeißen oder wieder neu machen?
00:34:42: Das weiß ich nicht weil wir kaufen jetzt nicht die günstigsten Sachen ein dafür, weil der Gast soll einen Haptik und an Qualität immer spüren dass das hochwertiges Produkt ist.
00:34:52: Bin ich mir gar nicht mal so sicher ehrlich gesagt aber es tut dem Haus einfach sehr gut so wie wir das machen.
00:35:00: Das, was Sie gerade beschrieben haben gilt ja auch und damit kommen wir jetzt ins Restaurant fürs Facil.
00:35:06: Als ich vor Jahren zum ersten Mal da war, fiel mir so die Kindlade runter vor Freude weil ich das so unendlich schön fand, was ich immer noch tue.
00:35:17: Weil es sind zu viele Details oder auf diese Veränderung oder Nichtveränderungen, die sich einfach nicht verändert haben und dann ist es ja auch so ein schöner Wiederseh-Effekt.
00:35:29: Wer hat das gemacht?
00:35:30: Wer hat
00:35:31: dieses
00:35:32: Restaurant die Zeit sich überlegt, dass es so lange so schön ist und noch längere Zeit schöner sein wird.
00:35:41: Also der Architekt des Gebäudes ist der Flurm.
00:35:46: Der Flurm ist aus Hamburg.
00:35:49: Der Sohnflurm hat das ganze Gebäude fassier gebaut ja Und die Einrichtung, die hat Herr Andresen und ich mit dem auf Messen gegangen.
00:35:59: Und haben uns dann eben die Stühle in die Tische und die Vasen und das Besteck und das Geschirr ausgesucht.
00:36:07: Und ringsum die Konzeption, da musste man sich dann dumm setzen.
00:36:11: Der Gartenarchitekt meinte, wir mussten eine Buchenhecke machen und haben gesagt, nein, wir brauchen ein Bambus der muss sich bewegen.
00:36:19: Die Elemente sind wichtig also Elementen wie Feuerwasser, Grünluft.
00:36:25: das ist uns wichtig gewesen dass man wenn man raus guckt immer ständig was sieht wo es sich bewegt damit wenn man zum Beispiel alleine in dem Restaurant ist auch immer wieder was zu entdecken hat.
00:36:37: Also die Idee, damals die Hülle das hatte Architekt gemacht und das Innenleben haben wir gemacht und vorab waren aber auch in Paris und London haben uns ein paar gute Restaurants angeguckt.
00:36:49: Wir hatten ja da auch noch keinen Koch.
00:36:50: Da waren wir auch auf der Suche nach Kochkonzepten weil es war klar wir haben nur vierzehn Tische.
00:36:57: also man muss ein Restaurant werden dann noch im fünften Stockwerk Man läuft nicht vorbei.
00:37:04: Und dann potste man Platz auch noch, wo bekannt war für eher Fast-Food und es muss eine Adresse werden.
00:37:12: Von dem her war's einfach zu sagen oder von Anfang an klar, dass das ein hochpreisiges Restaurant werden soll, wo der Tisch nur einmal pro Mittag oder Abend besetzt wird.
00:37:25: Designmäßig ja was haben wir gemacht?
00:37:28: Was ist das Entscheidende?
00:37:29: also das sind so die Die haptik wieder, die tollen Tischdecken.
00:37:34: Die wahnsinnige Vase, die auf dem Tisch steht.
00:37:40: Da kostet eine eineinhalb tausend Euro mal vierzehn.
00:37:46: Wer macht das schon?
00:37:47: Das macht niemals!
00:37:48: Das ist die Pavariei.
00:37:51: Aber es ist bis heute noch.
00:37:52: Wenn man dann sieht, fünfundzwanzig Jahre, dann ist es wieder ne gute Übersetzung.
00:37:57: Sonst hätten wir wahrscheinlich fünfmal schon neue Vasen gekauft.
00:38:01: Es ist wichtig, wenn man jetzt das genießt und raus guckt.
00:38:05: Dass man nicht nach anderthalb Stunden sagt, wow, jetzt schläft mir langsam dahinter ein.
00:38:09: Und ich müsste auch gerne wieder aufstehen.
00:38:11: Sondern das Gefühl muss doch sein, nach drei Stunden meine Güte so lange habe ich lange nicht gesessen.
00:38:16: Ich merke eigentlich gar nichts davon.
00:38:18: Wir können wirklich betrugend recht sagen, dass es auf diesen Stühlen so die mittlerweile das zweite Mal aufgepolstert werden und mit neuem Stoff versehen wird zum dritten Mal Und da haben wir eben auch eine hohe Qualität eingekauft.
00:38:30: Da würde ein Hoteldirektor, das in einer Kette vorschlagen wurde so einen Spiel fürs Restaurant auszusuchen, wenn wird er wahrscheinlich erst mal komisch angekommen?
00:38:37: Mit hohem Bogen raus!
00:38:39: Aber wir haben das dann eben gerne gemacht nicht weil wir da irgendwo Berge von Geld umliegen haben sondern weil der davon überzeugt sind dass ich das am Ende als Gesamtprodukt auszahlt weil der Gast mit seinen Füßen abstimmt wo er hingeht nämlich da wo es ihn wut geht.
00:38:56: Haben Sie das damals nach Bauchgefühl gemacht mit dem Restaurant, wie es sein soll?
00:39:02: Sie hatten ja nur noch nicht drei vier Restaurants vorher.
00:39:05: Bevor dann hier das Fassil offen Plan stand.
00:39:09: Aber ich erinnere mich noch ganz genau.
00:39:12: Das waren wieder so einen Tag wo wir zusammengesessen haben und wir haben gesagt Wie soll denn dieses Hotel auf Dauer bestehen können?
00:39:22: Wohl wissen dass noch mehr Ketten dazu kommen was Berlin sich weiterentwickelt.
00:39:26: Und so hat immer gesagt, wir brauchen Dinge die weit über dieses Hotel hinaus strahlen.
00:39:32: Auch weil sie bei Deutschland hinaus strahlten.
00:39:33: Es muss eine Perle geben weswegen man in dieses Hotel kommt.
00:39:39: Aber es gibt natürlich viele Perlen in Hotels Die alleine vom Hotelgast nicht leben können.
00:39:46: Das heißt uns war klar Wir müssen eine Idee haben.
00:39:49: wo sehr heute auch So achtzig prozent der Menschen von außen kommen ist trotzdem eine Strahlkraft für dieses hotel.
00:39:57: Und die Idee zu haben, da ein Restaurant zu bauen war schon ein bisschen verrückt aus heutiger Sicht.
00:40:04: Wenn man sieht was das gekostet hat wie viel Arbeit es war das einzurichten welche Risiken nebenbei bestanden haben.
00:40:12: Aber am Ende gibt es uns recht und wir haben auch da uns nicht nur auf uns alleine verlassen, sondern auch professionell in dem Rahmen mit unseren Mitarbeitern zusammen.
00:40:22: Der Kinster war schon mit an Bord mit einer ganz tollen Agentur gearbeitet.
00:40:26: die kann natürlich das Restaurant nicht bauen.
00:40:27: aber was geht hier darum eine Richtung zu haben?
00:40:31: Und auch damals hat man uns aus der Branche gefragt warum wir denn bitte Samstag Sonntag zumachen würden.
00:40:36: ist wäre verrückt!
00:40:41: Für den Gast, aber auch für diejenigen, die hier dieses Produkt jeden Tag erzeugen.
00:40:46: Ein Umfeld baut, in dem sie sich wohlfühlen.
00:40:49: Also diese ganze Idee ist von der Statik das draufzusetzen.
00:40:53: und ich weiß noch, Lutz hatte dann eine Idee, lass uns doch mal Tisch und Stühle rausstellen an den Garten.
00:40:58: Da war nichts!
00:40:59: Da waren nur die Ideen.
00:41:00: Und dann haben wir gesagt, sagen wir mal draußen mal, wir haben Mittagstisch.
00:41:05: Und der Fyte?
00:41:05: Ich würde sagen... also ich weiß nicht, ob ich mich noch richtig erinnere, aber ich bin es nach einer Woche bei des Mittags voll.
00:41:11: Dann haben wir die beiden Geschäftsführer, unter dem Mann Frequenz, den damaligen Personalvorstand.
00:41:16: Das war der Projektleiter von Potsdamer Platz.
00:41:21: Der Doktor Albrecht und der Bohnen haben eingelangen und da kommt er mal rüber.
00:41:25: Er hat gesagt, wo sollen wir denn hinkommen?
00:41:26: Die fünfte Etage!
00:41:27: Was ist denn
00:41:28: da?!
00:41:28: Da ist doch gar nichts!
00:41:29: Lass uns das überraschen!
00:41:30: Wir sind so vorgekommen und haben geguckt, was macht ihr denn da?
00:41:33: D.h.,
00:41:34: wir haben erst einmal überhaupt überprüft, wenn wir da was machen, kommen da überhaupt jemand.
00:41:39: Mal so als erste Idee.
00:41:41: Und dann hat man gemeinsam die Idee entwickelt, ich sage mal kreativ immer, weil glutzt immer in diesen Dingen drin bis zum letzten Moment und die Nachts- und Tagsüber und wir haben Dinge gemeinsam angekaut.
00:41:55: was geht ja auch darum schon im Vorfeld und das ist die Kunst zu spüren wie sowas hinterher aussehen könnte.
00:42:03: Das ist nicht nur mein Ding.
00:42:05: Ich würde dann immer gerne zu.
00:42:08: Und sonst lässt mich dann auch zuhören und diskutieren wir darüber.
00:42:12: Aber die Kunst ist ja im Vorfeld schon in unserem Raum gefühlt, zu sitzen und so kann ich es mir vorstellen.
00:42:20: Ich muss immer wieder sagen das war ein hohes Risiko, was wir da gegangen sind.
00:42:25: Was uns am Ende natürlich jetzt nicht mehr so bewusst ist weil es gut funktioniert aber es war eine sehr spannende Geschichte.
00:42:33: wie das anstanden
00:42:34: ist Das Hotel Mandala und wie es wurde, was ist?
00:42:40: Sie hörten einen Podcast mit den Geschäftsführern des Restaurants Fassil.
00:42:45: Und des Hotels Mandala Christian Andresen und Lutz Hesse Wie das Fassile.
00:42:51: zudem wurde Was Es Heute Ist ein Restaurant Mit Zwei Mischlörsternen und vielen weiteren Auszeichnungen Darüber.
00:42:58: dann mehr in der vierten Folge dieser Podcast Reihe zum fünfundzwanzigjährigen Jubiläum Des Restaurants fassil.
00:43:06: Sie hörten einen Podcast von Rainer Feit, Sprecher Tonbearbeitung und Produktion Jakob Bauer.
Neuer Kommentar